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Ein Fisch reiches Wochenende
Das Wochenende stand vor der Tür. Ben und ich wollten fischen fahren. Das Gewässer stand fest ,aber es sollte alles anders kommen !
Es war so weit . Ben wolle später kommen , er konnte nicht so früh ans Wasser wie er gerne wollte . Ich war gegen 11 Uhr am See. Boot raus, Echo raus und ab aufs Wasser. Ich fuhr eine ganze weile über den See und suchte Stellen. Plötzlich klingelte mein Handy. Ben?
Er wollte mir nur sagen das er bei diesem Ansitzt werfen wolle und nicht wie fast immer mit dem Boot auslegen. Das würde hier nicht gehen dachte ich mir, alle Interessanten Stellen waren nicht in Wurfweite! Daraufhin beschlossen wir, uns an einem anderen Gewässer zu treffen.
Ich war zu erst da, Ben kam kurze Zeit später. Wir bauten unser Tackle auf und Ben warf seine Ruten aus . Ich blieb beim Boot , und fuhr meine Montagen raus. Als wir fertig waren trafen wir uns dann bei Ben am Platz um etwas zu plaudern .
So gegen 23 Uhr gingen wir dann zu Bett. Im tiefen Schlaf dann auf einmal...
Diiiiiiiiiiiiiiiiii
ein Fullrun ich stürmte aus dem Zelt raus, nahm die Rute auf und stellte fest, das der Fisch dran ist aber er müsste festsitzen. Vielleicht in dem Busch vor dem ich abgelegt hatte ? Ab ins Boot hin zum Fisch . Zum Glück nicht im Busch sondern im Kraut. Ich begann das Kraut zu entfernen , nach ein paar Minuten war das Kraut dann weg und der Drill konnte beginnen ein kraftvolles Ziehen auf der Gegenseite begann. Das war kein kleiner!
Er wollte immer wieder zum Kraut was ihm auch ein zwei mal noch gelang. Nach einigen Minuten konnte ich einen schönen Schuppi in meinem Netz betrachten .
Am nächsten Morgen stand ich auf , und weckte Ben. Wir machten Fotos und dann war erst mal das essen dran. Dann beschloss ich eine meiner Ruten wo anders abzulegen. Ich hatte eine schöne Stelle gefunden. Einen 5 Meter breiten Durchstich, rechts eine Krautkante und links einen Busch der ca. 2 Meter übers Wasser ragt.
Der Spott liegt in ca. 3,80 m Tiefe. Ich nahm mein Tacklebox und baute mir ein D-Kombi-Rig und zog 3 Hartmais Körner und eine gedipte 10mm Korkkugel aufs Haar. Ben lachte wie immer wenn ich irgend eine neue Sache ans Haar hänge.
Nicht ganz das was jeder so fischen würde aber ich bin da sehr probierfreudig. Die Montage war im See platziert, es hatte dann auch kurz darauf das Regnen angefangen. Wir saßen bei Ben im großen 2 Mannbivvy und es hörte nach einer Weile zu regnen auf.
Plötzlich ein Piepen! Biss ?
Ich lief zu der Rute ,ein schöner Run!!!!!
Aber der Fisch der dafür verantwortlich war, war nicht mehr dran. Sehr komisch dachten wir uns. Wir fuhren die Rute wieder raus und legten die andere unweit vom Spot entfernt und hofften ein oder zwei schöne Fische landen zu können. Es war mittlerweile schon Abend und Ben wollte schlafen, es war erst 10. Naja ich ging dann auch Richtung Liege. Ich las noch ein Artikel im CHM und schlief dann auch ein.
Diese Nacht sollte eine der schönsten des Jahres werden .
Der erste Run kam ohne Vorwarnung, wie es immer ist, gerade dann wenn man gerade in der Tiefschlafphase ist. Ich stürmte zur Rute und rief nach Ben. Er machte das Boot klar und wir fuhren dem Fisch entgegen. Als wir am Fisch waren und ich ihn zum ersten mal sah sagte ich zu Ben das ist der größte Spiegler den ich bis jetzt in diesem See am Haken hatte.
Es war ein sehr kraftvoller Fisch.
Ben nahm das Netz doch der Fisch machte es uns nicht einfach. Mehrere Male war er kurz vorm Netz und flüchtete wieder. Als ob er Angst vor den Maschen meines Keschers gehabt hätte. Schließlich landete er im Netz und wir freuten uns über diesen schönen Spiegler mit 29 Pfund.
Noch auf dem Wasser uns beide über den hervorragenden Fisch freuend hörten wir plötzlich einen Bissanzeiger! Wir sahen das blaue Licht von meinem Pod.
Ein Fullrun!!!!! Wir waren 50 m vom Land entfernt, ich fuhr wie vom Hai gebissen.
Mit einem Mal war nur noch mein aufgeregter Paddelschlag zu hören !!!!!!!!!! “Der ist ab!” dachte ich mir. Kurze Zeit später waren wir am Rodpod und fragten und welche Rute gerade losgegangen war (das ist der Nachteil wenn man alle Bissanzeiger auf einer Farbe hat). Die Rechte oder die Linke, man sah es nicht, der Swinger hing bei beiden Ruten wie zu Anfang. Ben spekulierte auf die Rechte. Wir warteten dann noch ein bisschen.
Ich nahm dann die rechte Rute auf und zog die Spitze nach oben, ich merkte das das Blei mir nicht entgegen kam. Das musste dann wohl die Rute sein, wir fuhren raus um die Rute aus dem Kraut zu holen, und sie neu zu legen es war ja erst 2 Uhr. Als wir an der stelle waren wo die Rute gelegen hatte, sahen wir das die Schnur ins Kraut ging.
Ich nahm die Schnur in die Hand und begann das Kraut zu beseitigen.
Mit einem Mal ein Ziehen und Schlagen !!!!!!
Der Fisch ?
Ja der Fisch war noch da und er schwamm immer tiefer ins Kraut. Nach einer Ewigkeit , gelang es mir den Fisch aus dem Kraut zu befreien und Ben schaffte es gleichzeitig so weit vom Kraut weg zu fahren das der Fisch ins Freiwasser schwamm und nicht mehr ins Kraut zurück konnte. Nach einem kurzen Knackigen Drill konnte ich einen wunderschönen Schuppi mit 24 Pfund dazu überreden auf der Abhakmatte Platz zu nehmen.
Wir versorgten den Fisch, und brachten die Ruten wieder raus. Ich lud Ben noch zu einem spätem Cab (Cola and beer) ein und wie es auch immer ist wurden zwei daraus...
Wir redeten noch ein bisschen als sich plötzlich und unerwartet ein Bissanzeiger meldet, der nächste Fisch. Wir gingen ins Boot und ich überließ Ben die Rute, da er an diesem Wochenende noch keinen Fisch landen konnte. Er drillte einen schönen Spiegler, es sollte der letzte sein, aber darüber war keiner traurig. Über diese Nacht sprachen wir noch lange.
Es war ein fischreiches Wochenende...
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