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Boilie vs. Partikel

 

Was ist besser? Diese Frage stellen sich viele Carphunter. Einige sagen das Partikel (Mais, Weizen, Nüsse und Co.) nur Weißfisch auf den  Futterplatz locken und nur Boilies den Karpfen auf den Platz locken.

Ich halte diese Aussage für totalen Blödsinn. Bei mir gehören Partikel genauso zum Fischen wie Boilies.

Ich fische in der jetzigen Saison, immer eine Rute mit einem Mix aus  Partikeln und Boilies, in dem der Boilie eher eine verhaltene Rolle  spielt. Und ich muss euch sagen das diese Rute in der letzten Zeit mehr  Fische brachte wie die reine Boilierute. Bei mir häuften sich in dieser  Zeit die Anzahl der gefangenen Fische auf einem Spott in einer Nacht.

Und nicht wie von mir erst erwartet, waren die Fänge auf einem  Partikelteppich auch nicht kleiner als wenn ich nur mit Boilies fischte. Manchmal kam es mir so vor, als würden die Fische in einen Fressrausch  verfallen und das auch an überfischten Gewässern. Ich hatte in kurzer  Zeit mehrere Runs hinter einander, manchmal war nicht einmal eine Stunde zwischen den Runs.

Ich habe auch kein Probleme mit  Weißfisch Da ich kein Hunter bin der versucht Fisch mit viel Futter auf den Platz zu locken, sondern einer der lieber die Fressplätze der Fisch auswendig macht, um dort zu fischen.

Nehme ich an, das wenn man auf einem platz füttert wo die Karpfen sowieso  fressen, man nicht so viele Weißfische auf dem platz haben wird, weil  fressende Karpfen den Weißfisch verscheuchen. Wenn man aber im nichts  füttert ist es klar das als erstes der Weißfisch da ist.

Aber das ist mit Boilies genau das gleiche!

Also investiert lieber mehr Zeit um einen Spot zu suchen, der nicht nur über Wasser gut aussieht sondern der auch für unsere Freunde Interessant  ist. Und die sind unter Wasser! Was ist also besser Partikel oder  Boilies, diese Frage besteht immer noch. Für mich gehören Partikel  einfach dazu und sie sind definitiv nicht schlechter.

Gruß Basti

Quellzeit, Kochzeit und Besonderheiten von einigen Partikeln

Mais: vor dem kochen 24 Stunden quellen lassen 10-20 Minuten kochen ich lasse ihn immer kochen biss er aufplatzt und dann 2 Tage stehen lassen er  muss gären.

Besonderheit: wird in jedem Gewässer gefressen, hat einen sehr hohen Zucker Gehalt der beim gären entsteht.

 

Weizen: nur mit warmen Wasser übergießen und 4 Stunden ziehen lassen nicht gären lassen, hat keine Vorteile.

Besonderheit: hat kaum eigen Geruch und Geschmack aber nimmt sehr gut Geschmacksstoffe auf und gibt diese im Wasser wieder ab.

 

Hanf: nur mit warmen Wasser übergießen und 4 Stunden ziehen lassen.

Besonderheiten: hat einen sehr starken eigenen Geruch. Hat abführende Wirkung beim Fisch, daher nicht beim Füttern übertreiben.

 

Tigernüsse: 24 Stunden quellen lassen und dann ca. 1 Stunde kochen und im  Kochwasser stehen lassen nach ein bis zwei Tagen wird das Wasser schleimig (sie gären) dann sind sie perfekt. Das Gären kann man mit  Zuckerzusatz beschleunigen.

Besonderheiten: sie sind so hart das kaum ein anderer Fisch sie knacken kann und wenn die Karpfen sie kennen fahren die voll drauf ab.

Gruß Basti

Das Absenken

Warum senkt man eigentlich seine Schnur ab?

Ganz einfach weil man will, das die Schnur auf dem Gewässergrund liegt. Der  Karpfen ist ein vorsichtiger Geselle, wenn er auf unserem Futterplatz  frisst. Kommt er beim Fressen an unsere gespannten Schnüre, dann war es  das, er flüchtet und kommt so schnell nicht wieder. Also senkt der  vorsichtige Hunter seine Schnur ab, wenn es möglich ist.

Wie, wann und wo senkt man ab?

Wir benutzen zum Absenken Backleads von Prologic und Anaconda da diese  nicht abfallen. Wir wollen ja unsere Gewässer nicht verseuchen.

Absenken wenn ich meine Montage vom Boot ablege.

Hier einige Beispiele wie, wann und wo ich absenken würde. Ich senke oft ab, aber immer nur 5m bis 15m vor dem Futterplatz. Das hat den Vorteil,  dass die Schnur nicht so oft in Hindernisse die am Boden sind, hängen  bleiben kann. Da die Schnur sich hinterm Absenkblei wieder vom Grund  entfernt habe ich auch kaum Probleme mit scharfen Steinen oder Muscheln, die ja wie man weiß nicht gut für die Schnur sind.

Wenn ich werfe senke ich die Schnur nicht mit einem normalen Backlead ab.

Dann benutze ich einen Slider (ein 8g bis 15g schweres Backlead das auf der  Schnur läuft) um die ersten 1m bis 2m der Schnur auf den Boden halten.  Ich spanne dann auch die Schnur nicht so sehr, das sie nicht wieder vom  Boden angehoben wird.

 

Gruß Basti